Bestandsanlage auslesen

Erst wissen, was da ist — dann anfassen.

Eine gewachsene KNX-Anlage ohne belastbare Dokumentation ist ein Risiko: Jede Erweiterung wird zum Ratespiel, jeder Handwerkerwechsel zum Neuanfang. Wir lesen die Anlage aus, dokumentieren sie verständlich und übergeben Ihnen eine Grundlage, mit der jeder Fachbetrieb weiterarbeiten kann.

  • Vollständiger Gerätebestand mit Einbauorten
  • Gruppenadressen im Klartext statt in Zahlen
  • Bewertung: was ist gesund, was ist Altlast
  • Ferndiagnose vor jeder Anreise
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Die Ausgangslage

Wann sich das Auslesen lohnt.

Wenn die Unterlagen fehlen

Ohne belastbare Dokumentation ist jede Änderung ein Ratespiel: Niemand weiß, welches Gerät welchen Kreis schaltet und wo noch Luft ist. Liegt das ETS-Projekt dagegen vor, beginnt die Erweiterung nicht hier, sondern bei der Kapazitätsprüfung.

Beim Eigentümerwechsel

Wer ein Haus mit KNX kauft, übernimmt eine Anlage, die niemand erklärt. Eine Bestandsaufnahme macht aus einer Blackbox ein System, das man versteht und beauftragen kann.

Wenn niemand mehr weiß, was wo hängt

Über Jahre wurde nachgerüstet, umgeklemmt und ergänzt — von wechselnden Firmen, ohne Rückdokumentation. Irgendwann traut sich niemand mehr, etwas zu ändern.

Unser Vorgehen

Was Sie nach der Bestandsaufnahme in der Hand halten.

01

Geräteliste

Jedes Gerät am Bus mit Typ, Bestellnummer, Firmwarestand, physikalischer Adresse und Einbauort — nicht als Rohexport, sondern nach Verteilern und Räumen sortiert.

02

Funktionsübersicht

Welcher Taster schaltet welchen Kreis, welche Szene liegt wo, wie ist die Heizungsregelung aufgebaut. Im Klartext, sodass auch ein Nachfolger sofort einsteigen kann.

03

Topologie und Buslast

Linien, Koppler, Spannungsversorgungen und die tatsächliche Buslast. Hier zeigt sich, ob eine Erweiterung ohne Umbau der Topologie überhaupt möglich ist.

04

Zustandsbewertung

Wir sagen Ihnen, was solide gebaut ist, was funktioniert, aber unglücklich gelöst wurde, und was mittelfristig ersetzt gehört — mit Begründung, nicht als Verkaufsargument.

05

ETS-Projekt

Wo keine Datei mehr existiert, rekonstruieren wir sie. Wo eine existiert, gleichen wir sie mit dem realen Zustand ab und bringen sie auf Stand.

06

Handlungsempfehlung

Eine priorisierte Liste: was jetzt, was beim nächsten Umbau, was gar nicht. Damit können Sie planen und Budgets einordnen.

Auch im Gewerbe: In Logistikhallen und Bürogebäuden ist die Bestandsaufnahme regelmäßig der erste Schritt, bevor überhaupt über Erweiterung oder Gebäudeleittechnik gesprochen wird.

Angrenzende Lagen. Fehlt die Projektdatei ganz, lässt sie sich aus den Geräten zurückgewinnen — das ist der Fall, der am häufigsten hinter einer Bestandsaufnahme steht. Steht die Dokumentation wieder, führt der Weg weiter zur Erweiterung im Bestand. Und wenn niemand mehr für die Anlage zuständig ist, zur Übernahme durch einen neuen Programmierer. Liegt das Objekt weit weg, klärt die Ferndiagnose über Landesgrenzen, ob überhaupt jemand anreisen muss.

Aus einem echten Projekt

Was beim Auslesen herauskommt — und was daraus wird.

Links die Anlage direkt nach dem Auslesen, rechts nach der Benennung. Adressen und Namen stammen aus der Logistikhalle von Fiege.

Dieselben Gruppenadressen vor und nach der Benennung

Die alten Bezeichnungen sind nicht wiederherstellbar — sie stehen nicht im Gerät. Wir vergeben sie neu, im Abgleich mit denen, die das Gebäude kennen.

Was es kostet

Eine Größenordnung, damit Sie rechnen können.

„Individuelles Angebot" hilft beim Nachdenken nicht weiter. Deshalb hier ein Anker — kein Festpreis, aber eine ehrliche Hausnummer.

rund 5.000 €netto

Einfamilienhaus mit etwa 150 m², Schalt- und Dimmaktoren. Dafür brauchen wir ungefähr eine Woche.

Gerätezahlder eigentliche Treiber

Mit Logikmodulen dauert es länger, bei gewerblichen Anlagen deutlich länger. Die Benennung ist der größte Anteil der Arbeit.

kostenloserste Einschätzung

Ein Telefonat und eine erste Indikation kosten nichts. Belastbar wird die Zahl, sobald wir Verteilerfotos oder eine Geräteliste gesehen haben.

Ohne Vorwissen

Sie müssen nicht wissen, was verbaut ist.

Die meisten, die sich hier melden, haben ein Haus übernommen und wissen von der Steuerung nur, dass es sie gibt. Das genügt als Anfang. Vier Fragen, dann reden wir.

  1. 01
    Wir lesen Ihre Antworten und melden uns — in der Regel am selben Werktag.
  2. 02
    Zehn Minuten am Telefon, in denen wir sortieren, was vorhanden ist und was fehlt. Ein Foto der Verteilung hilft, ist aber keine Bedingung.
  3. 03
    Danach eine schriftliche Einschätzung mit Aufwandsrahmen. Erst dann entscheiden Sie.

Auch „bei Ihnen lohnt sich das nicht“ ist ein Ergebnis, das wir Ihnen sagen. Beides kostet Sie nichts.

Lieber gleich sprechen+49 211 838 66 870

Notiz für das Gespräch

01

Wie heißen Sie, und wie erreichen wir Sie?

Die E-Mail brauchen wir für die schriftliche Einschätzung. Eine Nummer nur, wenn Ihnen ein Rückruf lieber ist.

02

Um welches Objekt geht es, und wo steht es?

Im Rheinland kommen wir vorbei. Liegt das Objekt weiter weg, beginnen wir mit einer Ferndiagnose, bevor jemand anreist.

03

Gibt es eine ETS-Projektdatei?

„Weiß ich nicht“ ist hier die häufigste Antwort und völlig in Ordnung — die Frage entscheidet nur, wo wir anfangen.

Woran erkenne ich, ob es die Datei überhaupt gibt?

Sie endet auf .knxproj und liegt meist im Übergabeordner des Elektrobetriebs, auf einem USB-Stick oder als Mailanhang. Findet sich nichts, ist das bei übernommenen Häusern der Normalfall — wir arbeiten dann mit dem, was die Anlage selbst hergibt. Ein Foto der Verteilung hilft uns weiter; die Abdeckung öffnet bitte nur eine Elektrofachkraft.

04

Was ist der Anlass?

Zwei, drei Sätze reichen. Fachbegriffe brauchen Sie keine — das sortieren wir im Gespräch.

Es liest ein Planer aus unserem Team — jemand, der sich die Anlage später selbst ansehen würde. Angaben zu Ihrem Objekt behandeln wir vertraulich und zeigen sie in keiner Referenz.

Ihre Angaben nutzen wir ausschließlich zur Bearbeitung dieser Anfrage. Details in unserer Datenschutzerklärung.

FAQ

Klar beantwortet.

Wie läuft eine Bestandsaufnahme praktisch ab?

Zuerst aus der Ferne: Über ein vorhandenes oder von uns zugesandtes IP-Gateway koppeln wir uns auf den Bus und lesen den Gerätebestand aus. Das liefert schon ein sehr genaues Bild. Danach klären wir, ob eine Begehung nötig ist — meist für Einbauorte, Verteiler und die Zuordnung von Bedienstellen zu Räumen.

Stört das Auslesen den laufenden Betrieb?

Nein. Das Auslesen ist ein lesender Vorgang auf dem Bus; Licht, Heizung und Beschattung laufen normal weiter. Änderungen nehmen wir erst vor, wenn sie mit Ihnen abgestimmt sind — und dann in Zeitfenstern, die zu Ihrem Betrieb passen.

Lohnt sich das auch für eine kleinere Anlage?

Wenn Sie Änderungen planen oder das Objekt gerade übernommen haben: ja. Der Aufwand skaliert mit der Gerätezahl, und gerade bei kleinen Anlagen ist die Diagnose schnell durch. Wenn wir bei der Ferndiagnose sehen, dass sich der Aufwand nicht lohnt, sagen wir das.

Bekomme ich die Daten auch, wenn ich danach mit jemand anderem weiterarbeite?

Ja. Dokumentation und ETS-Projekt gehören Ihnen — das ist der Sinn der Übung. Wir halten grundsätzlich nichts zurück, um uns unentbehrlich zu machen. Eine Anlage, die jeder Fachbetrieb weiterpflegen kann, ist mehr wert als eine, die nur wir verstehen.

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