Es beginnt selten mit einem Plan: Die neue LED flackert am alten Dimmaktor, für den gebrochenen Taster gibt es die Serie nicht mehr, ein Aktor fällt aus — und sein Nachfolger trägt eine andere Bestellnummer. Der gemeinsame Nenner ist eine Anlage, die seit fünfzehn, zwanzig Jahren ihren Dienst tut und an deren Verteiler teils noch EIB steht. Modernisieren heißt hier nicht Komplettaustausch — die Busleitung bleibt, und was zuverlässig läuft und gebraucht wird, bleibt mit ihr. Auf heutigen Stand kommen Bedienung, Licht, Regelung und das ETS-Projekt dahinter. Wir planen das am vorhandenen Projekt, Gerät für Gerät, und sagen Ihnen auch, wo sich der Aufwand nicht lohnt.
Die Glühlampe ist ersetzt, und die LED flackert, brummt oder hat am unteren Ende der Skala einen toten Bereich. Die Ursache sitzt im Verteiler: Dimmaktoren aus der Glühlampenzeit erwarten eine Mindestlast, die eine LED nicht erreicht, und arbeiten mit einem Dimmverfahren, das zum Netzteil der Lampe nicht passt. Am alten Gerät lässt sich daran meist nichts einstellen — hier beginnt die Modernisierung des Lichts.
Eine Wippe ist gebrochen, die Rahmen vergilben, oder die Serie ist aus dem Programm gelaufen. Beim Bestellen zeigt sich: Neue Taster passen nicht beliebig auf alte Busankoppler — je nach Gerät gehören beide zusammen ersetzt. Aus einem Stück Zubehör wird eine kleine Planungsfrage: Welche Bedienstellen sind betroffen, und was sollen sie künftig können?
Der defekte Aktor ist schnell gefunden, ein Nachfolger auch — nur ist er nicht baugleich: eigene Bestellnummer, eigene Applikation, neue Parametrierung. Sehr alte Applikationen gibt es zudem teils nur als Plug-in früherer ETS-Versionen. Aus dem Tausch wird eine Projektfrage, und sie stellt sich absehbar wieder, denn die übrigen Geräte stammen aus demselben Baujahr.
Im Flur schaltet ein Bewegungsmelder das Licht hart ein und aus, die Stellantriebe takten wie bei der Abnahme eingestellt, am Verteiler steht noch EIB. Die Anlage tut, was sie soll — auf dem Stand ihres Einbaujahres. Der Anlass ist dann kein Defekt, sondern der Abstand zwischen dem, was sie kann, und dem, was am selben Platz heute möglich ist.
Wir gehen Ihr ETS-Projekt Gerät für Gerät durch und halten daneben, was die Anlage künftig leisten soll. Jedes Gerät bekommt eine von drei Entscheidungen: Es bleibt, weil nichts gegen es spricht. Es wird ersetzt, weil Last, Funktion oder Ersatzteillage dagegen sprechen. Oder es behält seinen Platz und bekommt nur neue Parameter. Fehlt die Projektdatei, beginnt der Weg auf einer anderen Seite — bei der Bestandsaufnahme.
Moderne Dimmaktoren sind für LED-Lasten ausgelegt und kommen mit deutlich kleineren Mindestlasten aus; wo viele Leuchten zusammenkommen oder die Farbtemperatur steuerbar sein soll, führt der Weg häufig über ein DALI-Gateway und Leuchten mit eigenem Betriebsgerät. Welche Lampe an welchem Kanal hängt, steht im Projekt — wir planen den Übergang kanalweise und herstellerunabhängig. Getauscht wird im Verteiler — durch die elektrofabrik oder Ihren Betrieb.
Ob ein neuer Tastsensor den vorhandenen Busankoppler weiternutzen kann, hängt an Hersteller und Generation — wo nicht, wird als Einheit getauscht und neu programmiert. Wir planen die Belegung dabei gleich mit: was auf welche Taste kommt, wo eine Szene mehr hilft als einzelne Schaltfunktionen, welche Räume mit weniger Bedienstellen auskommen. Programmiert wird von uns; den Wechsel an der Dose übernimmt die elektrofabrik oder Ihr Betrieb.
An vielen Stellen bleibt der Einbauort, und die Funktion macht den Sprung: Ein Präsenzmelder am Platz des alten Bewegungsmelders erfasst auch kleine Bewegungen und misst die Helligkeit gleich mit; ein Heizungsaktor mit eigenem Regler löst die alte Stellantriebs-Logik ab und arbeitet mit stetiger Stellgröße statt im reinen Auf-und-Zu-Betrieb. Die Busleitung dorthin bleibt; den Gerätewechsel übernimmt die elektrofabrik oder Ihr Betrieb, die Parameter kommen von uns.
Ein Projektstand aus ETS 2 oder ETS 3 wird in eine aktuelle Version überführt, teils über Zwischenschritte — mit bekannten Bruchstellen: Applikationen, die es nur als Plug-in gab, und Produktdaten, die sich nicht mehr beschaffen lassen. Wir benennen vor der Migration, welche Geräte das betrifft. Danach ist der Projektstand aktuell; was die Durchsicht an Abweichungen ergeben hat, ist nachgezogen — und beides wird Ihnen ausgehändigt.
Auch die Ebene hinter den Geräten gehört in die Durchsicht: Busspannungsversorgung und Drossel laufen seit der Inbetriebnahme durch, und im Verteiler stimmen Beschriftung und Ordnung nach Jahren kleiner Änderungen nicht mehr überall mit dem Projekt überein. Den Verteiler öffnen unsere eigenen Elektriker der elektrofabrik — unsere Schwesterfirma — oder Ihr Betrieb; was sich dort ändert, übernehmen wir in Projekt und Dokumentation.
Auch im Gewerbe beginnt die Modernisierung häufig beim Licht, seit Leuchtstofflampen EU-weit ausgelaufen sind — im Zweckbau führt der Weg dann meist über DALI-Gateways am KNX, und geplant wird abschnittsweise, Bereich für Bereich, damit der Betrieb während der Umstellung weiterläuft.
Angrenzende Lagen. Soll etwas dazukommen — Räume, Außenbereich, neue Geräteklassen —, ist das keine Modernisierung, sondern eine Erweiterung, und die erste Frage lautet dort, was der Bus trägt. Geht es nur um die Bedienung am Tablet, reicht oft eine nachgerüstete Visualisierung. Und fehlt das ETS-Projekt, beginnt es eine Stufe früher bei der Bestandsaufnahme.
Was auf heutigen Stand gehört und was zuverlässig weiterläuft, entscheidet sich am Projektstand und an den verbauten Geräten — nicht am Alter allein. Vier Fragen, dann sortieren wir das gemeinsam.
Auch „bei Ihnen lohnt sich das nicht“ ist ein Ergebnis, das wir Ihnen sagen. Beides kostet Sie nichts.
Lieber gleich sprechen+49 211 838 66 870Nein. Die Busleitung bleibt, und Geräte verschiedener Generationen arbeiten am selben Bus zusammen — deshalb lässt sich in Schritten modernisieren. Was zuverlässig läuft und gebraucht wird, bleibt — auch wenn wir an einem Tausch mehr verdienen würden; ersetzt wird, wo Last, Funktion oder Ersatzteillage dagegen sprechen; manches braucht nur neue Parameter. Zur Einordnung in einem Satz: Modernisieren heißt, Vorhandenes zu ersetzen oder zu aktualisieren; kommt Neues dazu — ein Raum, eine Wärmepumpe —, ist das eine Erweiterung; fehlt die Grundlage, ist es eine Rekonstruktion. Für beide Nachbarfälle gibt es eigene Seiten, und wir sagen Ihnen offen, in welchem Sie stehen.
Wenn es baugleichen Ersatz gibt: ja. Er wird aus dem Projekt mit der vorhandenen Applikation und den vorhandenen Parametern geladen; mit vollständigem Projekt kann das auch ein KNX-kundiger Elektrobetrieb erledigen — dafür brauchen Sie uns nicht. Anders liegt es, wenn das Gerät abgekündigt ist: Der Nachfolger kommt mit eigener Applikation und wird neu parametriert — und für sehr alte Geräte stellt sich die Frage, ob ihre Applikation in einer aktuellen ETS überhaupt noch zu pflegen ist. Spätestens dann lohnt die Durchsicht des ganzen Projekts, denn eine Anlage wurde in einer Generation gebaut: Was diesen Aktor trifft, trifft absehbar auch seine Nachbarn.
Ja, gerade dann. EIB ist der Vorläufer von KNX und darin aufgegangen; Geräte mit EIB-Aufdruck und heutige KNX-Geräte arbeiten am selben Bus. Wegen des Namens muss also nichts weichen. Die Grenzen liegen an anderer Stelle: bei Applikationen, die sich nur in früheren ETS-Versionen pflegen lassen, und bei Geräten ohne Ersatz gleicher Bauart. Beides klärt die Durchsicht am Projekt. Und sie darf auch ergeben, dass wenig zu tun ist: Eine Anlage, die schaltet und dimmt und genau das tun soll, kann so bleiben — dann beschränkt sich die Modernisierung auf die Projektpflege.
Es wird in eine aktuelle ETS überführt, teils über Zwischenschritte, und diese Migration gehört zur Modernisierung dazu: Erst ein aktueller Projektstand macht künftige Änderungen planbar. Zwei Bruchstellen benennen wir vorher: Applikationen, die eine aktuelle ETS nicht mehr öffnet, und Produktdaten, die kein Hersteller mehr bereitstellt — an diesen Stellen entscheidet sich, ob ein Gerät bleibt oder ersetzt wird. Das migrierte Projekt und die aktualisierte Dokumentation gehen an Sie. Findet sich gar kein Projektstand mehr, beginnt der Weg eine Seite früher — bei der Bestandsaufnahme oder der verlorenen Projektdatei; beide haben eigene Seiten.
Vor der Durchsicht lässt sich seriös keine Zahl nennen, also nennen wir keine. Der Aufwand hängt an der Geräteliste und daran, wie die drei Entscheidungen je Gerät ausfallen — bleiben, ersetzen, neu parametrieren — und was davon Sie zuerst angehen wollen: Eine Modernisierung lässt sich in Abschnitten planen, etwa erst das Licht, später die Bedienstellen. Nach der Durchsicht bekommen Sie eine Liste, in der jede Position begründet ist, auch die, die wir Ihnen ausreden. Zwei Rechnungen, zwei Rollen: Planung, Programmierung und Dokumentation stehen auf unserer; Geräte und die Arbeit im Verteiler auf der der elektrofabrik — oder auf der Ihres Betriebs.
Modernisieren ist einer von mehreren Wegen an einer Anlage, die schon steht. Der Verteiler sortiert nach Ihrer Ausgangslage — vom Erweitern bis zu dem Fall, dass Unterlagen fehlen.
Zur Übersicht KNX-Service →smartfabrik ist ein Smart-Home-Planungsbüro mit Sitz in Düsseldorf (Reisholzer Werftstr. 31A). Wir planen für private Bauherren und Unternehmen in Köln, Düsseldorf und ganz Nordrhein-Westfalen — auf Wunsch bundesweit und international. Ein Auszug der Orte, an denen wir bereits geplant und umgesetzt haben:
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