Funk im Bestand

KNX Funk nachrüsten — die Wände bleiben zu.

Ein bewohntes Haus, verputzte Wände, keine Sanierung in Sicht — und trotzdem der Wunsch, dass Licht, Rollläden und Heizung zusammenspielen. Dafür gibt es innerhalb des KNX-Standards einen eigenen Weg: KNX RF, den Funk im Standard. Taster und Sensoren arbeiten mit Batterie, die Schalt- und Dimmgeräte finden in vorhandenen Dosen oder direkt am Verbraucher Platz, und geplant wird alles wie bei einer verkabelten KNX-Anlage — Funk- und Kabelgeräte bilden eine gemeinsame Anlage. Das öffnet zwei Wege: den Einstieg ins Smart Home, während die Wände zubleiben, und die Ergänzung einer bestehenden KNX-Anlage dort, wo kein Buskabel liegt. Wir planen beides — und sagen Ihnen auch, wo ein Kabel die bessere Wahl bleibt.

  • Nachrüsten ohne neue Leitungen — im bewohnten Haus
  • Funk und Kabel: ein Standard, eine Anlage, ein Projekt
  • Licht, Rollläden, Heizung, Taster — Raum für Raum
  • Wo ein Kabel besser ist, sagen wir es vorher
Funk-Nachrüstung prüfen lassen
Die Ausgangslage

Vier Ausgangslagen, kein neues Kabel.

Der Schalter, der immer gefehlt hat

Am Bett fehlt seit Jahren ein Schalter für die Deckenleuchte, an der Terrassentür einer für die Rollläden, und hinter dem neuen Sofa sitzt der vorhandene an der falschen Stelle. Ein Funk-Taster im KNX-Standard braucht weder Leitung noch Dose: Er arbeitet mit Batterie und sitzt dort, wo Sie ihn brauchen; sein Gegenstück, das Schaltgerät, arbeitet an der Leuchte oder in der vorhandenen Dose — ohne dass dafür eine Wand geöffnet wird.

Ein Haus wird smart, Raum für Raum

Die Funktionen des Alltags lassen sich per Funk steuern: Licht schalten und dimmen, Rollläden fahren, die Heizung Raum für Raum regeln, dazu Sensoren für Temperatur oder offene Fenster. Die Geräte dafür setzen unsere eigenen Elektriker der elektrofabrik — unserer Schwesterfirma — oder Ihr Betrieb in vorhandene Dosen ein. Die Wände bleiben dabei verschlossen, die Möbel stehen, wo sie stehen.

Der eine Raum ohne Buskabel

Der andere Fall: Im Haus arbeitet bereits eine verkabelte KNX-Anlage, nur in den ausgebauten Dachraum, die Garage oder das umgenutzte Zimmer führt kein Buskabel. Funkgeräte schließen diese Lücke ohne Kabel — im selben Standard und im selben Projekt; ein Medienkoppler, ein kleines Gerät, das zwischen Leitung und Funk übersetzt, verbindet beide Seiten. Szenen und Zeitprogramme behandeln die neuen Räume dann wie alle anderen.

Klein anfangen, im Standard bleiben

Ein Anfang darf klein sein: ein Raum, eine Handvoll Geräte. Weil KNX RF Teil des KNX-Standards ist, bleibt jeder Schritt anschlussfähig — die Anlage wächst später per Funk weiter oder, wenn doch einmal renoviert wird, per Kabel im selben Projekt. So entsteht keine Insellösung mit eigener App, die das übrige Haus nicht kennt, und kein Provisorium, das beim nächsten Schritt ersetzt werden müsste.

Unser Vorgehen

Was wir klären, bevor das erste Gerät an die Wand kommt.

01

Erst der Rundgang, dann die Geräteliste

Am Anfang steht keine Technik, sondern ein Rundgang durch Ihr Zuhause: Welche Räume sind gemeint, was stört im Alltag, was soll besser werden — und wer bedient es, auch Gäste, auch Kinder? Daraus entsteht zuerst eine Liste von Funktionen und erst danach eine Liste von Geräten. So bleibt die Anlage so groß wie Ihr Bedarf — und jede Funktion hat einen Grund, den Sie benannt haben.

02

Ein Standard, ein Projekt

KNX RF ist der Funkweg des KNX-Standards: geplant und programmiert in der ETS — der Software, in der jede KNX-Anlage entsteht — und im selben Projekt wie die Kabelgeräte. Für Sie heißt das: ein System, eine Bedienlogik, eine Dokumentation, gleich ob ein Gerät funkt oder am Kabel hängt. Mehrere Hersteller tragen den Standard; die Auswahl an Funkgeräten ist kleiner als am Kabel, gebunden an eine Marke sind Sie nicht.

03

Die Funkabdeckung im Haus

Funkwellen werden von Wänden und Decken gedämpft, massive Bauteile dämpfen stärker — deshalb gehört zur Planung, wo Geräte sitzen und wie sie einander erreichen. Reicht ein Weg nicht, kommt ein Verstärker dazu, der das Signal weiterreicht; so lässt sich auch ein großes Haus abdecken. Wie weit ein Signal trägt, hängt am Gebäude — deshalb sehen wir uns das Gebäude an.

04

Die Sache mit den Batterien

Funk-Taster und Sensoren versorgen sich aus Batterien — deshalb brauchen sie keine Leitung und keine Dose. Diese Batterien halten mehrere Jahre, und zum ehrlichen Bild gehört: Irgendwann werden sie gewechselt. Das planen wir mit — Geräte, die sich rechtzeitig melden, bevor eine Batterie leer ist, haben bei der Auswahl Vorrang. Die Schalt- und Dimmgeräte brauchen keine: Sie sitzen an der vorhandenen Stromleitung.

05

Wo das Kabel die bessere Wahl bleibt

Funk ist der Weg für Wände, die zubleiben — kein Ersatz für jede Leitung. Wo ohnehin saniert wird oder eine Wand offen ist, planen wir das Buskabel: Es braucht keine Batterien und keine Funkplanung. Steht bei Ihnen absehbar eine Renovierung an, kann Warten der ruhigere Weg sein — auch wenn uns der Funk-Auftrag früher erreichen würde. Auch ein Nein zum Funk ist ein Ergebnis dieser Planung.

06

Einbau, Programmierung, Übergabe

Batteriebetriebene Taster brauchen keinen Anschluss, die Schalt- und Dimmgeräte kommen in vorhandene Dosen oder in die Nähe dessen, was sie schalten — angebracht wird beides von unseren eigenen Elektrikern der elektrofabrik, unserer Schwesterfirma, oder von Ihrem Betrieb. Programmiert wird von uns: Jedes Gerät erhält seinen Platz im Projekt, und bei der Übergabe erklären wir Ihnen, was wo reagiert. Die Unterlagen dazu gehören Ihnen.

Auch jenseits des Einfamilienhauses: In denkmalgeschützten Gebäuden und in vermieteten Flächen verbietet sich das Öffnen von Wänden und Decken oft von selbst — dort erlaubt KNX RF, im Standard zu planen, ohne in die Bausubstanz einzugreifen, und die Anlage dahinter bleibt dieselbe wie am Kabel.

Angrenzende Lagen. Liegt in Ihrem Haus schon ein KNX-Bus und soll er nur weiter reichen, ist das eine Erweiterung — dort steht die Frage im Mittelpunkt, was die vorhandene Anlage trägt. Ist sie in die Jahre gekommen, gehört die Modernisierung davor. Und wenn am Ende alles auf einer Oberfläche zusammenlaufen soll, beschreibt das die nachgerüstete Visualisierung.

Vor der Entscheidung

Erst prüfen, was ohne Leitung geht.

Was sich per Funk lösen lässt und was besser am Kabel bleibt, entscheidet sich an Ihrem Haus und an Ihrem Vorhaben — nicht am Gerät. Vier Fragen, dann sortieren wir das gemeinsam.

  1. 01
    Wir lesen Ihre Antworten und melden uns — in der Regel am selben Werktag.
  2. 02
    Zehn Minuten am Telefon, in denen wir sortieren, was vorhanden ist und was fehlt. Ein Foto der Verteilung hilft, ist aber keine Bedingung.
  3. 03
    Danach eine schriftliche Einschätzung mit Aufwandsrahmen. Erst dann entscheiden Sie.

Auch „bei Ihnen lohnt sich das nicht“ ist ein Ergebnis, das wir Ihnen sagen. Beides kostet Sie nichts.

Lieber gleich sprechen+49 211 838 66 870

Notiz für das Gespräch

01

Wie heißen Sie, und wie erreichen wir Sie?

Die E-Mail brauchen wir für die schriftliche Einschätzung. Eine Nummer nur, wenn Ihnen ein Rückruf lieber ist.

02

Um welches Objekt geht es, und wo steht es?

Im Rheinland kommen wir vorbei. Liegt das Objekt weiter weg, beginnen wir mit einer Ferndiagnose, bevor jemand anreist.

03

Gibt es eine ETS-Projektdatei?

„Weiß ich nicht“ ist hier die häufigste Antwort und völlig in Ordnung — die Frage entscheidet nur, wo wir anfangen.

Woran erkenne ich, ob es die Datei überhaupt gibt?

Sie endet auf .knxproj und liegt meist im Übergabeordner des Elektrobetriebs, auf einem USB-Stick oder als Mailanhang. Findet sich nichts, ist das bei übernommenen Häusern der Normalfall — wir arbeiten dann mit dem, was die Anlage selbst hergibt. Ein Foto der Verteilung hilft uns weiter; die Abdeckung öffnet bitte nur eine Elektrofachkraft.

04

Was ist der Anlass?

Zwei, drei Sätze reichen. Fachbegriffe brauchen Sie keine — das sortieren wir im Gespräch.

Es liest ein Planer aus unserem Team — jemand, der sich die Anlage später selbst ansehen würde. Angaben zu Ihrem Objekt behandeln wir vertraulich und zeigen sie in keiner Referenz.

Ihre Angaben nutzen wir ausschließlich zur Bearbeitung dieser Anfrage. Details in unserer Datenschutzerklärung.

FAQ

Klar beantwortet.

Lässt sich ein Smart Home wirklich nachrüsten, ohne Wände zu öffnen?

Ja. KNX RF ist der Funkweg des KNX-Standards und für genau diese Lage gemacht: Taster und Sensoren arbeiten mit Batterie und brauchen keine Leitung — sie kommen an die Stelle, an der sie gebraucht werden. Die Schalt- und Dimmgeräte brauchen Strom und sitzen deshalb dort, wo er schon liegt: in der vorhandenen Dose, an der Leuchte, am Rollladenmotor — eingesetzt durch die elektrofabrik oder Ihren Betrieb. Neue Leitungen, Schlitze oder geöffnete Wände braucht es nicht. Zwei Grenzen gehören zur ehrlichen Antwort: Wo gar kein Strom liegt, etwa an einer Markise ohne Anschluss, hilft auch Funk nicht weiter. Und die Funkabdeckung wird geplant, nicht vorausgesetzt.

Wir haben bereits eine verkabelte KNX-Anlage — passt Funk dazu?

Ja. Funkgeräte werden Teil derselben Anlage und desselben Projekts, verbunden über einen Medienkoppler, der zwischen Buskabel und Funk vermittelt. Für Bedienung, Szenen und Zeitprogramme ist der Raum danach einer wie jeder andere im Haus. Das ist der passende Weg für den einen Ort, an den nie ein Buskabel gekommen ist. Zwei Dinge klären wir vorher: ob das ETS-Projekt Ihrer Anlage vorliegt — fehlt es, beginnt der Weg bei der Bestandsaufnahme, die eine eigene Seite hat — und ob die Funkverbindung bis zum geplanten Ort trägt. Geht es um mehr als den einen Ort, etwa um Energietechnik, beschreibt das unsere Seite zur Erweiterung.

Wie lange halten die Batterien der Funk-Taster — und wer wechselt sie?

Mehrere Jahre. Eine genauere Zahl hängt am einzelnen Gerät und daran, wie oft es benutzt wird — deshalb nennen wir keine. Leert sich eine Batterie, steht deswegen nichts still: Nur diese eine Bedienstelle pausiert, die Schalt- und Dimmgeräte hängen am Strom und arbeiten weiter. Für den Wechsel gibt es zwei Wege, und Sie entscheiden: beim Service-Termin, wenn ohnehin jemand an der Anlage ist, oder durch Sie selbst — es sind wenige Handgriffe, und wir zeigen sie Ihnen bei der Übergabe.

Unser Haus ist groß und massiv gebaut — kommt der Funk überall hin?

Mit Planung: ja. Wände und Decken schwächen ein Funksignal ab, massive Bauteile stärker als leichte. Deshalb versprechen wir keine Reichweite in Metern, sondern planen die Abdeckung am konkreten Gebäude: wo die Geräte sitzen, welche Wege sie überbrücken müssen und an welcher Stelle ein Verstärker das Signal weitergibt. Auch ein großes Haus über mehrere Geschosse lässt sich so erreichen. Zeigt die Planung, dass ein Ort per Funk nicht verlässlich erreichbar ist, sagen wir Ihnen das — für diesen Ort bleibt dann das Kabel oder der bewusste Verzicht, aber keine Anlage, die nur manchmal reagiert.

Was kostet es, KNX per Funk nachzurüsten?

Dafür müssten wir wissen, was entstehen soll — und genau das klären wir zuerst, deshalb steht hier keine Zahl. Der Umfang reicht vom einzelnen Funk-Taster an einer bestehenden Anlage bis zum Haus, das Raum für Raum ausgestattet wird; eine Pauschale würde beiden Fällen nicht gerecht. Nach dem Rundgang und der Funktionsliste lässt sich der Aufwand benennen, vorher nicht. Die Rechnungen bleiben getrennt: Bei uns liegen Planung, Programmierung und Dokumentation; Geräte und Einbau liegen bei unseren eigenen Elektrikern der elektrofabrik — unserer Schwesterfirma — oder bei Ihrem Betrieb. Projektdatei und Unterlagen erhalten Sie am Ende ausgehändigt.

Das ganze Thema

Alles zum KNX-Service

Funk ist einer von mehreren Wegen an einer Anlage — ob sie schon steht oder gerade erst entsteht. Der Verteiler sortiert nach Ihrer Ausgangslage.

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Vor Ort

KNX-Service in Köln, Düsseldorf & NRW.

smartfabrik ist ein Smart-Home-Planungsbüro mit Sitz in Düsseldorf (Reisholzer Werftstr. 31A). Wir planen für private Bauherren und Unternehmen in Köln, Düsseldorf und ganz Nordrhein-Westfalen — auf Wunsch bundesweit und international. Ein Auszug der Orte, an denen wir bereits geplant und umgesetzt haben: