Visualisierung im Bestand

KNX-Visualisierung nachrüsten — erst entscheiden, was sie können soll.

Seit Jahren bedienen Sie das Haus über seine Taster, und das funktioniert. Jetzt soll eine Oberfläche dazukommen: das Haus auf einen Blick, Szenen, Zeitprogramme, der Zugriff von unterwegs. Die eigentliche Entscheidung ist dabei nicht, welches Gerät an die Wand kommt, sondern was die Visualisierung können soll — und was weiter am Taster liegt. Daran hängt, ob eine schlanke IP-Schnittstelle mit App genügt oder ob es ein Visualisierungsserver mit eigener Logik wird. Beides planen wir herstellerunabhängig auf Grundlage des vorhandenen ETS-Projekts, mit einem Fernzugriff ohne offene Portweiterleitung — und wir sagen Ihnen vorher, was eine Visualisierung nicht leisten kann.

  • Erst der Funktionsumfang, dann das Gerät
  • IP-Schnittstelle mit App oder Server mit Logik
  • Fernzugriff über VPN oder gepflegte Herstellerlösung
  • Die Taster bleiben die Alltagsbedienung
Visualisierung planen lassen
Die Ausgangslage

Vier Wünsche, zwei Wege.

Das Haus auf einen Blick

Steht ein Fenster offen, läuft die Heizung im Gästezimmer, ist das Tor zu? Der Wunsch dahinter ist zuerst Übersicht: alle Zustände des Hauses an einem Ort. Dafür genügt technisch der schlanke Weg — eine App über eine IP-Schnittstelle zeigt, was die Anlage meldet. Ob sie alles meldet, was Sie sehen wollen, ist die erste Prüfung im Projekt.

Szenen und Zeitprogramme

Das Abendlicht als ein Griff, die Rollläden nach Uhrzeit, die Temperatur nachts abgesenkt. Vieles davon kann eine KNX-Anlage auch ohne Oberfläche; zum Ändern braucht es dann die ETS oder das Gerät selbst. Auf einem Visualisierungsserver legen Sie Szenen und Zeitprogramme selbst an und passen sie an, ohne dass jemand dafür kommen muss. Wer das will, entscheidet sich für den Server.

Zugriff von unterwegs

Vor der Rückkehr die Heizung anheben, vom Büro aus nachsehen, ob alles aus ist, eine Meldung bekommen, wenn etwas nicht stimmt. Der sichere Weg dorthin ist planbar — über ein VPN oder die gepflegte Lösung eines Herstellers. Die zweite Frage ist der Umfang: Aus der Ferne sehen Sie, was die Anlage zu Hause meldet; ein Fensterkontakt meldet nur, wenn es ihn gibt.

Ein fester Platz an der Wand

Ein Panel im Flur oder am Eingang macht die Oberfläche zum Teil des Hauses: beim Gehen alles aus, beim Kommen der Blick auf Rollläden und Licht, für Gäste ohne Erklärung bedienbar. Es braucht an seiner Stelle eine Versorgung und den Weg ins Netz — in welcher Form, entscheidet das Gerät, und beides gehört in die Planung, bevor eines gewählt wird; an die Wand bringen es unsere eigenen Elektriker der elektrofabrik oder Ihr Betrieb.

Unser Vorgehen

Was wir klären, bevor ein Gerät bestellt wird.

01

Funktionsumfang und Bedienkonzept

Welche Räume, welche Gewerke, wer bedient — Sie, die Familie, Gäste? Was übernimmt die Oberfläche, was bleibt am Taster? Daraus ergibt sich der Weg: die IP-Schnittstelle mit App für Übersicht und Bedienung, der Visualisierungsserver, sobald Szenen, Zeitprogramme, Logik oder Meldungen dazukommen. Beide Wege beantworten verschiedene Wünsche. Ob Werte der Energietechnik erscheinen, hängt an deren Anbindung — das beschreibt unsere Seite zur Erweiterung.

02

Voraussetzungen am Bus und im Netz

Drei Dinge müssen da sein: ein Zugang zum Bus — eine IP-Schnittstelle oder der Server selbst —, das ETS-Projekt mit nachvollziehbaren Gruppenadressen und ein Heimnetz, das dort trägt, wo bedient werden soll. Eine vorhandene Schnittstelle nutzen wir, wobei sie nur eine begrenzte Zahl gleichzeitiger Verbindungen bedient; fehlt eine, planen wir sie ein — in den Verteiler setzen sie unsere eigenen Elektriker der elektrofabrik, unserer Schwesterfirma, oder Ihr Betrieb.

03

Rückmeldungen im Projekt

Ob ein Licht in der Oberfläche als ein oder aus erscheint, hängt an den Rückmeldungen der Aktoren. Wurden diese Objekte im Projekt nie mit Gruppenadressen verbunden, zeigt die Visualisierung Annahmen statt Zustände — dann ergänzen wir das ETS-Projekt, und jedes betroffene Gerät erhält einen neuen Download mit einer kurzen Unterbrechung seiner Funktion. Solche Downloads bündeln wir und kündigen sie vorher an.

04

Ordnung vor Oberfläche

Eine Visualisierung macht eine unaufgeräumte Anlage nicht besser, sie zeigt sie — Raum für Raum, auf jeder Kachel. Tragen die Gruppenadressen keine verständlichen Namen, gehört das Benennen an den Anfang des Vorhabens, sonst erbt die Oberfläche die Unordnung des Projekts. Und fehlt das ETS-Projekt ganz, gehört vor die Visualisierung die Bestandsaufnahme — den Weg dorthin zeigt unsere Übersicht zum KNX-Service.

05

Fernzugriff absichern

Für den Zugriff von außen gibt es zwei saubere Wege: ein VPN in Ihr Heimnetz oder die gepflegte Fernzugriffslösung des Herstellers Ihrer Visualisierung. Eine Portweiterleitung direkt auf die KNX-Schnittstelle planen wir nicht, weil die klassische Kommunikation zum Bus unverschlüsselt ist. Ist das ETS-Projekt mit einem Passwort geschützt oder arbeitet die Anlage mit KNX Secure, gehören Passwort und Keyring von Anfang an in die Planung — und in die Dokumentation, die Sie am Ende erhalten.

06

Übergabe und Unterlagen

Zum Abschluss erhalten Sie das aktualisierte ETS-Projekt, das Projekt der Visualisierung und die dokumentierten Zugangsdaten — so vollständig, dass Sie damit nicht an uns gebunden sind. Und weil ein Visualisierungsserver wie jedes Gerät im Netz Updates braucht, klären wir vor der Entscheidung, wer ihn künftig pflegt. Die Taster behalten ihre Rolle: Die Visualisierung ergänzt die Bedienung des Hauses, sie ersetzt sie nicht.

Auch im Gewerbe: Dort ist die Oberfläche weniger Komfort als Betriebswerkzeug — Störmeldungen, die jemanden erreichen, Zeitprogramme je Bereich und abgestufte Benutzerrechte, damit die Haustechnik alles sieht, ein einzelner Mietbereich aber nur sich selbst.

Angrenzende Lagen. Ist die Anlage selbst in die Jahre gekommen — Bedienung, Dimmung, Projektpflege —, gehört vor die Oberfläche die Modernisierung. Fehlt das ETS-Projekt oder ist unklar, welche Gruppenadresse was tut, beginnt es bei der Bestandsaufnahme — eine Visualisierung ohne belastbares Projekt zeigt nur, was keiner geordnet hat. Und soll zugleich etwas dazukommen, ist das eine Erweiterung.

Vor der Entscheidung

Erst das Projekt, dann die Oberfläche.

Welche Visualisierung zu Ihrer Anlage passt, entscheidet sich am ETS-Projekt, an der IP-Anbindung und daran, was Sie im Alltag wirklich bedienen wollen. Vier Fragen, dann sortieren wir das gemeinsam.

  1. 01
    Wir lesen Ihre Antworten und melden uns — in der Regel am selben Werktag.
  2. 02
    Zehn Minuten am Telefon, in denen wir sortieren, was vorhanden ist und was fehlt. Ein Foto der Verteilung hilft, ist aber keine Bedingung.
  3. 03
    Danach eine schriftliche Einschätzung mit Aufwandsrahmen. Erst dann entscheiden Sie.

Auch „bei Ihnen lohnt sich das nicht“ ist ein Ergebnis, das wir Ihnen sagen. Beides kostet Sie nichts.

Lieber gleich sprechen+49 211 838 66 870

Notiz für das Gespräch

01

Wie heißen Sie, und wie erreichen wir Sie?

Die E-Mail brauchen wir für die schriftliche Einschätzung. Eine Nummer nur, wenn Ihnen ein Rückruf lieber ist.

02

Um welches Objekt geht es, und wo steht es?

Im Rheinland kommen wir vorbei. Liegt das Objekt weiter weg, beginnen wir mit einer Ferndiagnose, bevor jemand anreist.

03

Gibt es eine ETS-Projektdatei?

„Weiß ich nicht“ ist hier die häufigste Antwort und völlig in Ordnung — die Frage entscheidet nur, wo wir anfangen.

Woran erkenne ich, ob es die Datei überhaupt gibt?

Sie endet auf .knxproj und liegt meist im Übergabeordner des Elektrobetriebs, auf einem USB-Stick oder als Mailanhang. Findet sich nichts, ist das bei übernommenen Häusern der Normalfall — wir arbeiten dann mit dem, was die Anlage selbst hergibt. Ein Foto der Verteilung hilft uns weiter; die Abdeckung öffnet bitte nur eine Elektrofachkraft.

04

Was ist der Anlass?

Zwei, drei Sätze reichen. Fachbegriffe brauchen Sie keine — das sortieren wir im Gespräch.

Es liest ein Planer aus unserem Team — jemand, der sich die Anlage später selbst ansehen würde. Angaben zu Ihrem Objekt behandeln wir vertraulich und zeigen sie in keiner Referenz.

Ihre Angaben nutzen wir ausschließlich zur Bearbeitung dieser Anfrage. Details in unserer Datenschutzerklärung.

FAQ

Klar beantwortet.

Lässt sich an unserer bestehenden KNX-Anlage eine Visualisierung nachrüsten?

Wenn drei Grundlagen da sind, ja: ein Zugang zum Bus über eine IP-Schnittstelle oder einen Server mit eigenem Busanschluss, das ETS-Projekt und ein Heimnetz, das dort verlässlich ist, wo bedient wird — beim Tablet das WLAN, beim Panel der Anschluss an seiner Stelle. Der Bus selbst bleibt, wie er ist: Die Visualisierung kommt als weiterer Teilnehmer dazu und arbeitet mit den Gruppenadressen, die auch Ihre Taster nutzen — ergänzt um Rückmeldungen, wo sie im Projekt fehlen. Das Alter der Anlage ist weniger entscheidend als ihr Zustand — ein gepflegtes älteres Projekt ist eine bessere Grundlage als ein junges, in dem niemand mehr die Adressen versteht. Ohne ETS-Projekt beginnt das Vorhaben einen Schritt vorher, beim Auslesen und Dokumentieren des Bestands; dafür gibt es eine eigene Seite.

IP-Schnittstelle mit App oder Visualisierungsserver — was ist der Unterschied?

Am Funktionsumfang, nicht an der Qualität. Die IP-Schnittstelle mit einer App zeigt, was die Anlage heute kann: schalten, dimmen, fahren, Zustände sehen. Der Visualisierungsserver fügt eine eigene Ebene hinzu: Szenen und Zeitprogramme, die Sie selbst ändern, Logik, Meldungen, Aufzeichnung von Werten, je nach Lösung auch einen gepflegten Fernzugriff. Welcher Weg passt, ergibt sich aus der Entscheidung über den Funktionsumfang — und sie darf klein ausfallen: Wenn die Schnittstelle mit App genügt, empfehlen wir keinen Server, auch wenn er der größere Auftrag wäre. Herstellerunabhängig heißt hier: Für beide Wege gibt es mehrere Anbieter, und wir legen uns erst fest, wenn der Funktionsumfang steht.

Wie sicher ist der Zugriff von unterwegs auf unser Haus?

So sicher wie der Weg, über den er läuft. Eine Schnittstelle, die über eine offene Portweiterleitung im Internet steht, ist für jeden erreichbar, der sie findet — deshalb scheidet dieser Weg bei uns aus. Wir planen stattdessen ein VPN in Ihr Heimnetz oder die Fernzugriffslösung des Herstellers Ihrer Visualisierung, sofern sie gepflegt wird und Updates erhält. Ist das ETS-Projekt mit einem Passwort geschützt oder arbeitet die Anlage mit KNX Secure, nehmen wir Passwort und Keyring in die Planung auf; die Zugangsdaten werden dokumentiert und an Sie ausgehändigt. Und eine ehrliche Grenze: Absolute Sicherheit gibt es auch hier nicht — ein Fernzugriff, den niemand braucht, wird deshalb auch nicht eingerichtet.

Brauchen wir unsere Taster dann überhaupt noch?

Ja — und das ist keine Verlegenheitsantwort, sondern das Konzept. Der Taster neben der Tür funktioniert für jeden sofort: für Kinder, für Gäste, und auch dann, wenn das Tablet gerade leer oder das WLAN gestört ist. Die Visualisierung übernimmt, was ein Taster nicht gut kann: die Übersicht über das ganze Haus, Szenen und Zeitprogramme, den Zugriff von unterwegs. Soll im Zuge des Projekts ein Taster anders belegt werden, weil eine Funktion in die Oberfläche wandert, ist das eine Parametrierung im vorhandenen Projekt — machbar, aber eine bewusste Entscheidung: Was täglich und im Vorbeigehen passiert, bleibt besser am Taster.

Was kostet es, eine Visualisierung nachzurüsten?

Eine Pauschale nennen wir nicht, weil sie nichts aussagen würde: Der Aufwand hängt weniger am Gerät als an dem, was es zeigen soll — wie viele Räume und Gewerke auf die Oberfläche kommen, ob die Rückmeldungen im Projekt schon verbunden sind, ob Szenen und Zeitprogramme entstehen und ob ein Fernzugriff dazukommt. Erst wenn dieser Funktionsumfang feststeht, lässt sich die Frage nach dem Preis seriös beantworten. Die Rollen bleiben dabei klar verteilt: Von uns kommen die Planung, die Programmierung und die Dokumentation; die Schnittstelle im Verteiler und den Anschluss des Panels übernehmen unsere eigenen Elektriker der elektrofabrik — unserer Schwesterfirma — oder Ihr Betrieb. Projekt, Unterlagen und Zugangsdaten erhalten Sie ausgehändigt.

Das ganze Thema

Alles zum KNX-Service

Die Visualisierung ist einer von mehreren Wegen an einer Anlage, die schon steht. Der Verteiler sortiert nach Ihrer Ausgangslage — vom Erweitern über das Modernisieren bis zur Bestandsaufnahme.

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Vor Ort

KNX-Service in Köln, Düsseldorf & NRW.

smartfabrik ist ein Smart-Home-Planungsbüro mit Sitz in Düsseldorf (Reisholzer Werftstr. 31A). Wir planen für private Bauherren und Unternehmen in Köln, Düsseldorf und ganz Nordrhein-Westfalen — auf Wunsch bundesweit und international. Ein Auszug der Orte, an denen wir bereits geplant und umgesetzt haben: