Integrator nicht mehr erreichbar, ETS-Projekt verschwunden, und keiner traut sich heran? Wir lesen Ihre Anlage aus, rekonstruieren das Projekt und geben Ihnen die Handlungsfähigkeit zurück — vom Einfamilienhaus über die Villa auf Mallorca bis zur Logistikhalle. Bei entfernten Objekten starten wir mit einer Ferndiagnose — wir senden ein Gateway, lesen aus und schätzen den Aufwand, bevor jemand anreist.
Verwaiste KNX-Anlagen sind kein Einzelfall — und fast nie ein technisches Problem. Es ist ein Dokumentationsproblem, und das lässt sich lösen.
Die Firma, die Ihre Anlage aufgebaut hat, existiert nicht mehr, ist in Rente oder antwortet nicht. Niemand fühlt sich zuständig, und jeder Elektriker, den Sie fragen, winkt ab.
Ohne Projektdatei kann niemand etwas ändern. Die Anlage läuft weiter wie am Tag der Übergabe — aber jede Anpassung, jede Erweiterung und jede Fehlersuche ist blockiert.
Taster schalten Dinge, die niemand erklären kann. Szenen laufen ins Leere. Ein Raum wurde umgenutzt, die Steuerung weiß nichts davon. Die Anlage ist eingefroren im Zustand ihrer Übergabe.
Eine verwaiste Anlage auszulesen ist keine Standardaufgabe. Es braucht Werkzeuge jenseits der Grundausstattung — und Erfahrung, die sich nicht in einem Kurs erwerben lässt.
Wir arbeiten mit professionellen Diagnose- und Analysewerkzeugen, die weit über das hinausgehen, was in der Grundausstattung eines Elektrobetriebs steckt.
Als zertifizierte KNX-Ausbilder unterrichten wir seit Jahren die Technik, die hier gebraucht wird — mit einer Tiefe, die über die Kenntnisse üblicher Integratoren und Elektriker deutlich hinausgeht.
Der Reflex ist verständlich: Wenn niemand mehr an die Steuerung kommt, klingt Neuinstallation nach dem sauberen Schnitt.
KNX ist ein offener Standard: Die Geräte am Bus lassen sich auslesen — unabhängig davon, wer sie programmiert hat.
Links dieselbe Anlage direkt nach dem Auslesen, rechts nach unserer Arbeit. Die Adressen sind echt, die Namen auch — aus den Hallen von Fiege Logistik.
142Gruppenadressen tragen wieder einen Namen, mit dem jeder Fachbetrieb weiterarbeiten kann. Die Zahlen dazu stehen in der Grafik.
Das ist der ehrliche Teil: Die alten Namen sind nicht wiederherstellbar — sie standen nie im Gerät. Wir vergeben sie neu. Am Ende steht ein vollständiges Projekt, nicht das alte.
Rekonstruktion ist Detektivarbeit am Bus — hier ist, was dabei im Einzelnen zu tun ist, vom Privathaus bis zur Logistikhalle mit Fremdgewerken.
Wir identifizieren jedes Gerät am Bus, ordnen es Linien und Bereichen zu und finden auch die Teilnehmer, die in keiner Unterlage stehen. Bei größeren Anlagen mit mehreren Linien und Kopplern ist genau das die eigentliche Fleißarbeit.
Aus den Verknüpfungen der Geräte entsteht wieder eine lesbare Struktur: Was schaltet was, welche Rückmeldung gehört wohin, welche Adresse ist tot. Wir bauen eine saubere, dreistufige Systematik statt gewachsenem Wildwuchs.
Zu jedem Gerät gehört ein Applikationsprogramm in einer bestimmten Version. Wir ermitteln sie, beschaffen fehlende Produktdatenbanken und klären, wo ein Update sinnvoll ist und wo es die vorhandene Parametrierung zerstören würde.
Mit Gruppen- und Busmonitor sehen wir, was wirklich passiert: Dauersender, überlastete Linien, sporadische Ausfälle, Spannungseinbrüche. Viele „unerklärliche" Fehler in Bestandsanlagen sind Diagnosethemen, keine Gerätethemen.
In Gewerbeobjekten hängen Lüftung, Kälte, Heizung und Gebäudeleittechnik über Gateways am System. Wir programmieren und rekonstruieren diese Schnittstellen — Datenpunktlisten, Objekttypen, Adressierung — damit die Gewerke wieder miteinander sprechen.
Große Hallen bringen eigene Themen mit: Hallenbeleuchtung in Gruppen und Zonen, Tageslichtführung, Tore und Verladetechnik, Lüftung und Rauchabzug, Betriebs- und Wochenprogramme. Wir rekonstruieren diese Logiken, statt sie neu zu erfinden.
Ist der Server tot oder das Passwort verloren, bauen wir die Visualisierung neu auf — mit klarer Raum- und Funktionsstruktur, Benutzerrechten und sicherem Fernzugriff. Häufig ist das der Moment, in dem eine alte Anlage sich zum ersten Mal modern anfühlt.
Rekonstruktion heißt nicht Rückbau: Vorhandene Aktorik und Sensorik bleiben, wo sie taugen. Ergänzt wird gezielt — neue Bedienstellen, Logikmodul, Energiemessung, Anbindung von Wärmepumpe oder Wallbox. Der Bus in der Wand bleibt unangetastet.
Sobald das Projekt wieder sauber vorliegt, sind Erweiterungen wieder normal: zusätzliche Räume, neue Szenen, Gewerke, die bisher fehlten. Genau diese Handlungsfähigkeit ist das eigentliche Ergebnis der Rekonstruktion.
Sie sind nicht in der Nähe? Dann kommt die Anlage zu uns statt wir zu ihr: Wir schicken Ihnen ein vorkonfiguriertes Gateway, das ein Elektriker vor Ort nur anschließen muss. Anschließend lesen wir die Anlage aus der Ferne aus, analysieren Bus und Struktur — und liefern eine fundierte Aufwandsschätzung, bevor jemand anreist.
Eine ETS-Datei kennt keine Landessprache. Wir haben Villen auf Mallorca rekonstruiert, bei denen weder Projekt noch Dokumentation vorlagen — Gerätedaten, Gruppenadressen und Applikationen lesen sich in jedem Land gleich. Vor Ort arbeiten wir mit lokalen Elektrikern zusammen, die Programmierung bleibt bei uns.
Gerade bei Objekten im Ausland ist der Fall Standard: Der Errichter ist nicht mehr greifbar, der Eigentümer nur wenige Wochen im Jahr da. Wir bündeln Bestandsaufnahme und Inbetriebnahme in wenige Vor-Ort-Termine und übernehmen den Rest per Fernzugriff.
ETS-Projekt, Gruppenadressliste, Geräteliste, Funktionsdokumentation und Zugangsdaten — vollständig und auf Ihren Namen. Wir hinterlegen zusätzlich eine Kopie, damit dieselbe Situation nicht in zehn Jahren wieder entsteht.
Am Ende steht nicht nur eine laufende Anlage, sondern ein vollständiges ETS-Projekt auf Ihren Namen — die Versicherung dagegen, dass dieselbe Situation je wieder entsteht.
Im Rheinland kommen wir vorbei und schauen uns Verteiler, Geräte, Beschriftung und Busleitung an. Bei entfernten Objekten senden wir ein vorkonfiguriertes Gateway zu: anschließen lassen, fertig — wir lesen aus der Ferne aus. Am Ende steht in beiden Fällen eine ehrliche Einschätzung, was rekonstruierbar ist und mit welchem Aufwand.
Wir gehen mit der ETS an den Bus und lesen aus, was da ist: physikalische Adressen, verbaute Geräte, Applikationsprogramme, Gruppenadressen und deren Verknüpfungen. Der Busmonitor zeigt zusätzlich, welche Telegramme im Betrieb tatsächlich laufen.
Aus den ausgelesenen Daten entsteht ein neues, sauberes ETS-Projekt: Topologie, Gerätezuordnung, strukturierte Gruppenadressen, nachvollziehbare Benennung. Wo Applikationen fehlen oder veraltet sind, klären wir Ersatz oder Aktualisierung.
Jede Funktion wird raumweise geprüft und protokolliert. Sie erhalten das vollständige ETS-Projekt, die Gruppenadressliste und eine verständliche Funktionsdokumentation — ab diesem Moment gehört Ihre Anlage wieder Ihnen.
Nicht jede Anlage sollte rekonstruiert werden. Diese Punkte entscheiden es, und wir sagen es Ihnen vor dem Angebot.
die Anlage im Alltag tut, was sie soll, und nur niemand mehr eingreifen kann. Wenn viele Geräte verbaut sind, die Parametrierung sauber gemacht wurde und Sie den Bestand behalten wollen. Dann ist der Aufwand ein Bruchteil einer Neuinstallation — ohne Staub, ohne Bauzeit.
die Anlage klein ist, die vorhandene Parametrierung ohnehin nicht taugt, oder ein großer Teil der Geräte ein Zusatzprogramm des Herstellers braucht. Dann ist das Auslesen aufwendiger als ein sauberer Neuanfang — und wir sagen Ihnen das, auch wenn der Auftrag dadurch kleiner wird.
Es gibt Fälle, in denen Auslesen nicht möglich ist. Wer das verschweigt, hat es noch nicht erlebt.
Ist eine Anlage mit KNX Secure eingerichtet und der Keyring fehlt, lässt sie sich nicht auslesen. Die auf den Geräten aufgedruckten Zertifikate helfen dabei nicht — sie werden bei der Inbetriebnahme ersetzt.
Ist eine vorhandene Projektdatei mit einem Passwort geschützt, das niemand mehr kennt, gibt es keinen Generalschlüssel. Dann bleibt nur der Weg über die Anlage selbst.
Manche Geräte lassen sich nur mit einem Zusatzprogramm des Herstellers parametrieren. Diese Einstellungen kommen beim Auslesen nicht mit und müssen neu aufgebaut werden.
Batteriebetriebene Funkkomponenten melden sich nicht von allein am Bus. Sie müssen einzeln von Hand angesprochen werden — das geht nur vor Ort.
„Individuelles Angebot" hilft niemandem beim Nachdenken. Deshalb hier ein Anker, an dem Sie sich orientieren können.
Einfamilienhaus mit etwa 150 m², Schalt- und Dimmaktoren. Dafür brauchen wir ungefähr eine Woche.
Mehr Geräte heißt mehr auszulesen und vor allem mehr zu benennen. Die Benennung ist der größte Anteil der Arbeit.
Sind Logikmodule im Spiel, dauert es länger. Gewerbliche Anlagen ebenso — dort hängen oft Fremdgewerke am Bus.
Ein Telefonat und eine erste Indikation kosten nichts. Erst danach reden wir über einen Aufwand.
Eine gewachsene Anlage, an die seit Jahren niemand mehr herankam. Übernommen und neu aufgesetzt: neu programmiert, neue Lichtsteuerung, neue Visualisierung — ohne eine einzige neue Leitung.
Die Anlage aus dem Beleg weiter oben: Hallenbeleuchtung in Zonen, Wetterstation, Tore und Störmeldungen. 184 Gruppenadressen ausgelesen, 142 davon benannt und dokumentiert.
Öffentlicher Bau, laufender Betrieb: Anlage übernommen, Steuerung nachvollziehbar gemacht und an die Hausverwaltung übergeben — ohne die Halle stillzulegen.
Komplette Villen ohne jede Projektdatei — ein häufiger Fall bei Ferienimmobilien. Wir lesen aus, rekonstruieren und übergeben: sprachunabhängig, weil die ETS in jedem Land dieselbe ist.
Fünf typische Fälle — jeder mit einem eigenen Weg. Wählen Sie den, der auf Ihre Anlage passt. Die Rekonstruktion ist dabei ein Fall von KNX-Service: sie holt die Grundlage zurück, damit danach überhaupt etwas möglich ist.
Projektdatei weg, passwortgeschützt oder hoffnungslos veraltet — die Anlage lässt sich trotzdem zurückgewinnen.
Zum Fall → 02Bestandsanlage auslesen und verständlich dokumentieren, wenn Projektdatei und Übersicht fehlen.
Zum Fall → 03Firma insolvent, im Ruhestand oder nicht erreichbar. Wir übernehmen die Anlage und bleiben ansprechbar.
Zum Fall → 04Villa auf Mallorca, Ferienimmobilie, bundesweites Projekt: Ferndiagnose und Gateway-Versand vor jeder Anreise.
Zum Fall → 05Anbau, Dachausbau, Wärmepumpe oder Wallbox an einer laufenden Anlage: erst prüfen, was der Bus trägt, dann planen.
Zum Fall →Die meisten, die sich hier melden, haben ein Haus übernommen und wissen von der Steuerung nur, dass es sie gibt. Das genügt als Anfang. Vier Fragen, dann reden wir.
Auch „bei Ihnen lohnt sich das nicht“ ist ein Ergebnis, das wir Ihnen sagen. Beides kostet Sie nichts.
Lieber gleich sprechen+49 211 838 66 870Der schnellste und günstigste Weg zur Projektdatei ist fast immer der, sie beim ausführenden Betrieb anzufordern. Wir rekonstruieren, wenn das nicht klappt — nicht davor. Hier ein Text, den Sie übernehmen können.
Betreff: Anforderung der KNX-Projektunterlagen zum Objekt [Straße, PLZ Ort]
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind Eigentümer des Objekts [Straße, PLZ Ort]. Die dort vorhandene KNX-Anlage wurde nach unserem Kenntnisstand von Ihnen errichtet und in Betrieb genommen.
Für den weiteren Betrieb, die Wartung und den Austausch defekter Geräte benötigen wir die zugehörigen Projektunterlagen. Konkret bitten wir um Überlassung, soweit bei Ihnen vorhanden:
die ETS-Projektdatei im Format .knxproj einschließlich Projektpasswort und der Angabe, mit welcher ETS-Version zuletzt gearbeitet wurde · bei einer Anlage mit KNX Secure den Keyring (.knxkeys); die auf den Geräten aufgedruckten Zertifikate ersetzen ihn nicht · die Konfigurationsdatei einer vorhandenen Visualisierung samt Zugangsdaten · eine Geräte- und Gruppenadressliste sowie vorhandene Schaltpläne oder Verteilerdokumentation
Uns ist bekannt, dass die Frage einer Herausgabepflicht rechtlich nicht einheitlich beurteilt wird. Wir möchten diesen Punkt ausdrücklich nicht streitig führen, sondern sicherstellen, dass die Anlage auch künftig gewartet werden kann. Sofern für die Zusammenstellung Aufwand entsteht, bitten wir um ein kurzes Angebot; eine angemessene Vergütung tragen wir.
Formulierungshilfe, keine Rechtsberatung. Die Rechtslage zur Herausgabe der Programmierung ist nicht einheitlich geklärt; ein Urteil speziell zur ETS-Projektdatei gibt es nicht.
Bei dringenden Fällen in Gewerbe und Logistik schauen wir kurzfristig — auf Wunsch außerhalb der Betriebszeiten.
smartfabrik ist ein Smart-Home-Planungsbüro mit Sitz in Düsseldorf (Reisholzer Werftstr. 31A). Wir planen für private Bauherren und Unternehmen in Köln, Düsseldorf und ganz Nordrhein-Westfalen — auf Wunsch bundesweit und international. Ein Auszug der Orte, an denen wir bereits geplant und umgesetzt haben:
Achtundzwanzig Fragen, die uns tatsächlich gestellt werden — beantwortet, ohne etwas zu versprechen, was wir nicht halten können.
Der Fall begegnet uns oft, und meistens lässt er sich lösen — sicher sagen können wir das erst, wenn wir wissen, was bei Ihnen verbaut ist. Der erste Schritt ist deshalb eine Bestandsaufnahme: eine Liste der Geräte mit Hersteller und Typ, dazu die Information, ob es eine Busschnittstelle gibt, also ein IP- oder USB-Interface. Ein Foto der Verteilung reicht uns dafür meistens — bitte lassen Sie die Abdeckung nur von einer Elektrofachkraft öffnen, dahinter liegen 230 Volt. Aus der Anlage selbst lassen sich in vielen Fällen die physikalischen Adressen, die Gruppenadressen und deren Verknüpfungen auslesen und in ein neues ETS-Projekt überführen. Ob das bei Ihnen vollständig gelingt, hängt an den verbauten Geräten: Zu jedem Gerät wird die exakt passende Applikationsversion gebraucht, und KNX Secure ohne Keyring, Geräte mit eigenem Plug-in sowie batteriebetriebene Funkgeräte setzen Grenzen. Das prüfen wir, bevor Sie sich entscheiden. Was in keinem Fall zurückkommt, sind Namen und Beschreibungen. Dass eine bestimmte Gruppenadresse das Licht im Esszimmer schaltet, steht nirgends im Bus. Diese Benennung machen wir neu, gemeinsam mit Ihnen im Haus — mit dem Ergebnis, dass danach ein sauberes, benanntes Projekt vorliegt. Eine erste Einschätzung und das Telefonat kosten Sie nichts.
Es gibt keinen zentralen Speicher, in dem das Projekt liegt. Jedes Gerät am Bus trägt seinen eigenen Teil: seine physikalische Adresse, seine Parametereinstellungen und die Gruppenadressen, die auf seinen Kommunikationsobjekten liegen. Genau das lässt sich Gerät für Gerät auslesen und zu einem Gesamtbild zusammensetzen — so weit die Geräte lesbar sind. Zwei Voraussetzungen gehören dazugesagt. Erstens braucht es zu jedem Gerät die Applikation in exakt der passenden Version; fehlt sie, lässt sich das Gerät nicht sauber ins Projekt übernehmen. Zweitens: Bei KNX Secure kommt ohne den zugehörigen Keyring niemand an die Daten heran, auch wir nicht. Der auf dem Gerät aufgedruckte FDSK hilft dabei nicht weiter — er wird bei der Erstinbetriebnahme durch einen intern erzeugten Schlüssel ersetzt. Das ist ein verbreiteter Irrtum, und er kostet Kunden regelmäßig Zeit. Was nicht im Gerät steckt, ist die Klartext-Benennung Ihres Projekts: Bereichs-, Linien-, Geräte- und Gruppenadressnamen werden in der ETS gespeichert. Sie lassen sich nicht wiederherstellen und werden neu vergeben.
Sie bekommen ein ETS-Projekt Ihrer Anlage: die ausgelesenen Geräte mit ihren Applikationen, den physikalischen Adressen, den Parametern und der Gruppenadressstruktur samt Verknüpfungen. Damit ist die Anlage in aller Regel wieder änderbar, erweiterbar und für jeden Fachbetrieb bearbeitbar. Wo einzelne Geräte sich nicht auslesen lassen oder ihre Applikation nicht mehr in der passenden Version beschaffbar ist, halten wir das im Projekt ausdrücklich fest. Sie sollen wissen, woran Sie sind, statt später über eine Lücke zu stolpern. Nicht wiederherstellbar sind die ursprünglichen Namen und die Gliederung des alten Projekts — die haben nur in der verlorenen Datei existiert. Die Benennung vergeben wir deshalb neu und strukturieren sie nach Räumen und Funktionen. Dafür gehen wir mit Ihnen durch das Haus und ordnen zu, was wo schaltet. Am Ende haben Sie eine vollständige, benannte Dokumentation Ihrer Anlage, die Sie selbst lesen können.
Zuerst zum „Anlernen": KNX-Geräte lernen sich nicht gegenseitig an, es gibt kein Pairing wie bei Funksteckdosen. Jede Zuordnung wird mit der ETS in die Geräte geschrieben. Ohne Projekt führt daran kein Weg vorbei — das ist der Kern des Problems. Dass deshalb gleich die ganze Anlage neu muss, stimmt oft nicht. In vielen Einfamilienhäusern lassen sich die vorhandenen Geräte auslesen und in ein neues Projekt übernehmen, ohne dass Decken geöffnet oder Aktoren getauscht werden. Der Unterschied ist wichtig: Neuprogrammierung heißt, alle Geräte zurückzusetzen und die komplette Funktion von Null aufzubauen. Das ist der deutlich größere Eingriff und sinnvoll vor allem dann, wenn Sie ohnehin größere Änderungen wollen. Die Rekonstruktion übernimmt dagegen das, was schon funktioniert. Es gibt Fälle, in denen Ihr Elektriker recht behält und wirklich nur die Neuinbetriebnahme bleibt: KNX Secure ohne Keyring, Geräte, deren Applikation nicht mehr in der passenden Version zu bekommen ist, Geräte mit eigenem Plug-in und batteriebetriebene Funkgeräte. Was davon bei Ihnen zutrifft, prüfen wir vorher und sagen es Ihnen offen, bevor Sie Geld ausgeben. Zur Rollenverteilung: Wir sind Planer und arbeiten am Projekt. Alles an der Elektroinstallation — Tausch, Klemmen, 230 Volt — macht ein Elektrofachbetrieb, wahlweise unsere Schwesterfirma elektrofabrik oder Ihr Betrieb vor Ort.
Als Orientierung: Für ein Einfamilienhaus mit rund 150 Quadratmetern und im Wesentlichen Schalt- und Dimmaktoren rechnen wir mit etwa einer Woche Aufwand und rund 5.000 Euro netto. Das ist ausdrücklich ein Anker zur Orientierung und kein Festpreis. Der Aufwand hängt vor allem an der Zahl der Geräte. Sind Logikmodule im Spiel, dauert es länger. Gewerbliche Anlagen können darüber liegen. Ein belastbarer Preis entsteht erst, wenn wir wissen, was verbaut ist. Zum günstigen Weg, ehrlich beantwortet: Der größte Hebel liegt bei Ihnen. Suchen Sie alles zusammen, was noch da ist — alte Gruppenadresslisten, Schaltpläne, Verteilerfotos, Übergabeordner, Mails des Elektrobetriebs. Jede erhaltene Information spart Auslesen und Zuordnen. Und machen Sie den Rundgang durch das Haus selbst mit: Das Zuordnen der Funktionen zu den Namen ist der zeitintensivste Teil, und niemand kennt Ihr Haus besser als Sie. Die erste Indikation und die telefonische Beratung kosten nichts. Sie wissen also vor der Entscheidung, in welchem Rahmen Sie sich bewegen.
Für ein Einfamilienhaus der oben beschriebenen Größenordnung planen wir etwa eine Woche ein, bei größeren oder logiklastigen Anlagen entsprechend länger. Das Auslesen ist im Kern ein lesender Vorgang. Ihre Anlage läuft dabei in aller Regel normal weiter, Licht, Rollos und Heizung funktionieren wie gewohnt. Kurze Unterbrechungen betreffen einzelne Geräte, wenn wir sie in den Programmiermodus versetzen oder etwas nachladen — das dauert jeweils Minuten, nicht Tage, und wir sagen Ihnen vorher, wann. Einen Termin brauchen wir für den Rundgang, bei dem die Funktionen den Namen zugeordnet werden. Dafür sollte jemand mitgehen, der weiß, was im Haus wo schaltet; wie lange das dauert, hängt an der Größe der Anlage, und wir stimmen es vorab mit Ihnen ab. Muss bei einer KNX-Secure-Anlage neu in Betrieb genommen werden, gibt es geplante Ausfallzeit. Das besprechen wir vorher, bevor irgendetwas angefasst wird.
Ehrlich gesagt: Die Rechtslage dazu ist nicht einheitlich geklärt, und wir sind Planer, keine Anwälte. Es gibt Argumente dafür, dass die Programmierung zum geschuldeten Werk gehört und die Dokumentation dazu — und es gibt Betriebe, die sich auf eigene Rechte an der Programmierung berufen. Beide Positionen werden vertreten. Als gesichert sollten Sie keine von beiden behandeln, und wir stellen hier keine dar. Der praktisch beste erste Schritt ist fast immer der unaufgeregte: eine sachliche schriftliche Anfrage mit Bezug auf Objekt und Auftrag, gern verbunden mit dem Angebot, den Aufwand für die Zusammenstellung zu vergüten. Das löst viele Fälle, ohne dass jemand streiten muss. Ein Muster finden Sie unten. Führt das nicht weiter, ist die Rekonstruktion ein Weg, der Sie von diesem Betrieb unabhängig macht. Wollen Sie den rechtlichen Weg gehen, holen Sie sich bitte anwaltlichen Rat. Die technische Beschreibung dessen, was fehlt und wofür Sie es brauchen, liefern wir Ihnen gern dazu.
Technisch ändert das wenig. Der Weg über die Anlage funktioniert unabhängig davon, ob es den ausführenden Betrieb noch gibt: Wir lesen die verbauten Geräte aus und bauen daraus ein neues ETS-Projekt auf, auf das Sie und jeder künftige Fachbetrieb zugreifen können. Ein kurzer Versuch lohnt sich trotzdem. Fragen Sie beim Insolvenzverwalter nach, und wenn Sie jemanden erreichen, auch bei ehemaligen Mitarbeitern. Eine alte Projektdatei, ein Backup oder auch nur eine Gruppenadressliste spart Zeit und damit Geld. Kommt nichts zurück, ist das kein Beinbruch — dann arbeiten wir ausschließlich mit dem, was die Anlage selbst hergibt. Eines müssen wir vorher wissen: ob die Anlage mit KNX Secure arbeitet. Dann brauchen wir den Keyring, und den kann niemand ersetzen. Auch der auf den Geräten aufgedruckte Code (FDSK) hilft nach der Erstinbetriebnahme nicht mehr weiter.
Nein — und lassen Sie sich das auch von niemandem versprechen. Ein vergessenes Projektpasswort ist endgültig verloren. Es gibt keinen Hersteller-Masterkey und keine offizielle Hintertür, auch die KNX Association kann kein Passwort zurücksetzen. Den offiziellen KNX Project Recovery Service gibt es, er hilft hier aber nicht: Er repariert beschädigte .knxproj-Dateien und rekonstruiert weder aus der Anlage noch ersetzt er ein Passwort. Die Anlage selbst ist damit nicht verloren. Wir lesen die Geräte aus und bauen das Projekt neu auf, genau wie bei einer komplett fehlenden Datei. Ein Unterschied gehört ehrlich dazugesagt: Mit dem Passwort hätten Sie auch die alten Namen und die alte Gliederung gehabt. Über die Anlage kommen die nicht zurück, die Benennung machen wir neu. Bevor wir diesen Weg gehen, prüfen Sie bitte, ob das Passwort irgendwo dokumentiert ist: Übergabeunterlagen, alte Mails des Elektrobetriebs, Passwortmanager, Unterlagen des Voreigentümers. Das ist der schnellste und günstigste Fund, den es hier zu machen gibt.
In aller Regel nein. Ein neues Gerät kommt in der Werkseinstellung aus dem Karton, also mit der Standardadresse 15.15.255 und ohne Ihre Parametrierung. Es weiß nicht, welche Gruppenadresse auf welchem Ausgang liegen soll. Diese Zuordnung schreibt die ETS in das Gerät, und dafür braucht es ein Projekt. Als Überbrückung: Viele Aktoren haben eine Handbedienung, mit der sich ein Kanal direkt am Gerät schalten lässt. Das hilft kurzfristig, ersetzt die Programmierung aber nicht. Wichtig zu wissen: Ein defektes Gerät lässt sich meist nicht mehr auslesen. Die Informationen aus genau diesem Gerät fehlen einer späteren Rekonstruktion dann. Das ist der sachliche Grund, die Projektdatei nicht erst anzugehen, wenn schon etwas ausgefallen ist. Ein Notfall ist es nicht, solange die Anlage läuft — nur wird es später eher aufwendiger als einfacher. Mit einem vollständigen Projekt ist der Tausch dagegen Routine: Der Elektrofachbetrieb tauscht das Gerät, anschließend wird die Parametrierung aus dem Projekt aufgespielt.
Mit einem vollständigen ETS-Projekt wird genau das möglich. Sie sehen, welche Gruppenadresse zu welchem Verbraucher gehört, können den Bus über eine Schnittstelle mitlesen und erkennen, ob ein Taster nicht sendet, ein Aktor nicht schaltet oder eine Logik dazwischenfunkt. Ohne Projekt beginnt jede Fehlersuche mit Suchen — und diese Zeit steht am Ende auf der Rechnung. Ehrlich dazugesagt: Sie brauchen dafür eine ETS-Lizenz, eine Busschnittstelle und etwas Einarbeitung. Und alles am 230-Volt-Teil bleibt Sache des Elektrofachbetriebs. Realistisch ist deshalb ein Mittelweg. Sie bekommen von uns ein sauber benanntes Projekt und eine verständliche Funktionsübersicht. Damit muss im Fehlerfall niemand die Anlage neu erklären, und der Einsatz vor Ort bleibt kurz. Kleinere Anpassungen am Projekt können wir auf Wunsch auch aus der Ferne machen.
Solche Änderungen stecken in den Parametern des jeweiligen Geräts. Dafür braucht es ein ETS-Projekt mit der passenden Applikation. Nach der Rekonstruktion sind Texte, Tastenbelegung und Reihenfolge in der Regel wieder änderbar, auch später erneut. Zwei Einschränkungen nennen wir vorab, weil sie belegt sind. Gira dokumentiert für ältere Tastsensoren — Tastsensor 2/3 plus sowie Tastsensor mit Controller —, dass diese Geräte nach dem Auslesen Änderungen nicht dauerhaft übernehmen. Und Geräte, die über ein eigenes Plug-in oder eine eigene Herstellersoftware konfiguriert werden, sind bei einer Rekonstruktion generell heikel. Trifft das auf Ihre Geräte zu, sagen wir das, bevor Sie beauftragen. Für diese einzelnen Geräte ist dann eine Neuprogrammierung nötig, während der Rest der Anlage unangetastet bleibt. Welche Geräte bei Ihnen hängen, sehen wir am Typenschild oder auf einem Foto.
Häufig ja — die Programmierung steckt in den Geräten selbst und lässt sich von dort zurückholen. Es gibt aber Grenzen, die wir offen benennen: eine Anlage mit KNX Secure, zu der niemand mehr die Schlüsseldatei (Keyring) hat; Geräte, die zwingend ein Zusatzprogramm des Herstellers brauchen; batteriebetriebene Funkgeräte, die einzeln von Hand angesprochen werden müssen; Anlagen, die im Hager-easy-Modus eingerichtet wurden; und einzelne Geräte, deren exakte Applikationsversion nirgends mehr zu beschaffen ist. Hinzu kommen einzelne ältere Geräte, die nach dem Auslesen keine dauerhaften Änderungen mehr übernehmen. Was davon auf Ihre Anlage zutrifft, klären wir vorab so weit, wie es aus der Ferne geht — die erste Einschätzung und das Telefonat kosten nichts. Manches zeigt sich erst am Bus; wenn wir dort auf eine Grenze stoßen, sagen wir Ihnen das sofort und mit der Konsequenz für Aufwand und Ergebnis.
Was aus den Geräten kommt, wird nicht geraten. Ausgelesen wird das Abbild, das tatsächlich im Gerät programmiert ist, und dieses Abbild wird mit der passenden Applikationsdatenbank abgeglichen. Erst wenn beides zusammenpasst, gilt ein Gerät für uns als vollständig aufgelöst. Bleibt ein Gerät danach unvollständig, steht das so im Ergebnis, und Sie erfahren von uns, welches Gerät betroffen ist und was das praktisch bedeutet. Drei Dinge sollten Sie kennen. Erstens: Gruppenadressen, Parameter und Verknüpfungen kommen zurück, die Benennung nicht — die machen wir neu, mit dem Ergebnis, dass danach ein sauberes, vollständiges Projekt vorliegt. Zweitens: Bei Geräten, die nur über ein Zusatzprogramm des Herstellers arbeiten, lassen sich Parameter unter Umständen nicht auslesen; dort bilden wir die Funktion anhand des tatsächlichen Verhaltens im Haus nach und kennzeichnen genau diese Geräte im Ergebnis, damit Sie wissen, wo rekonstruiert und wo ausgelesen wurde. Drittens: Einzelne ältere Geräte übernehmen nach dem Auslesen keine dauerhaften Änderungen mehr; Gira dokumentiert das selbst für den Tastsensor 2 und 3 plus sowie den Tastsensor mit Controller.
Das ist normal und in aller Regel erklärbar. Typische Ursachen sind eine Filtereinstellung im Linien- oder Bereichskoppler, zwei Geräte mit derselben physikalischen Adresse, eine Topologie, die nicht der Norm folgt, gesperrte oder geschützte Geräte sowie batteriebetriebene Funkgeräte, die im Schlafmodus schlicht nicht antworten. Wir gehen diesen Punkten nach, weil jedes nicht gefundene Gerät später eine Lücke im Projekt wäre. Die ehrliche Grenze: Ein Teil dieser Ursachen lässt sich nur direkt am Gerät oder im Verteiler auflösen. Dafür braucht es jemanden vor Ort — Ihren Elektrobetrieb oder unsere Schwesterfirma elektrofabrik. Wir sind Planer und arbeiten nicht selbst an der Elektroinstallation. Was an Vor-Ort-Terminen nötig ist, sagen wir Ihnen, bevor Sie beauftragen.
Ohne den passenden Schlüssel lässt sich ein Secure-Gerät nicht auslesen. Es gibt keine Hintertür und keinen Master-Key. Der Weg, der bleibt, ist ein Werksreset an jedem betroffenen Gerät und eine neue Inbetriebnahme mit dem gerätespezifischen Schlüssel (FDSK), den Sie auf dem Aufkleber am Gerät oder auf dem Gerätezertifikat finden. Wichtig, damit Sie richtig entscheiden können: Mit dem Werksreset ist die vorhandene Programmierung dieses Geräts weg. Die Funktion wird dann nicht zurückgeholt, sondern neu geplant und neu geladen. Das ist erheblich mehr Aufwand als eine Rekonstruktion, zumal jedes Gerät physisch erreichbar sein muss — auch Geräte in Decken, Hohlwänden oder Fensterrahmen. Die Arbeiten an der Anlage führt Ihr Elektrobetrieb aus oder unsere Schwesterfirma elektrofabrik; wir planen und projektieren. Bis dahin läuft Ihre Anlage unverändert weiter, und am Ende steht ein vollständiges, sauber dokumentiertes Projekt. Wie viele Geräte wirklich betroffen sind, schauen wir uns vorher an — es kommt vor, dass nur ein Teil der Anlage secure programmiert ist.
Der Keyring ist die Schlüsseldatei, die zu einem Secure-Projekt gehört; in ihr stehen die Schlüssel der Geräte. Liegt sie vor, ist das Auslesen in aller Regel unkritisch und Ihre Anlage läuft weiter. Fehlt sie, müssen die betroffenen Geräte zurückgesetzt und mit neuen Schlüsseln in Betrieb genommen werden. Dann ändern sich die Schlüssel im Projekt, und alles, was mitreden muss — IP-Geräte, Visualisierung, Serverkomponenten — muss ebenfalls neu geladen werden. Das ist planbare, aber echte Ausfallzeit. Wie lang sie ausfällt, hängt an der Zahl der betroffenen Geräte; das steht vor der Beauftragung im Angebot und in der Terminabsprache. Deshalb fragen wir gleich zu Beginn danach: Der Keyring entscheidet über Aufwand, Ablauf und Termin.
Gehen Sie im Regelfall davon aus, dass es keine Nachlieferung gibt — das ist genau der Sinn dieses Schlüssels. Wichtig zu wissen: Der aufgedruckte Schlüssel allein öffnet ein bereits in Betrieb genommenes Gerät ohnehin nicht, weil die ETS ihn bei der ersten Inbetriebnahme durch einen projektspezifischen Schlüssel (Tool Key) ersetzt. Er hilft erst wieder nach einem Werksreset, wenn das Gerät neu aufgenommen wird. Fehlen Aufkleber und Gerätezertifikat, und existiert weder ein Keyring noch ein zugängliches Projekt, bleibt für dieses Gerät praktisch nur der ungesicherte Betrieb, sofern das Produkt das unterstützt, oder der Austausch — ausgeführt von Ihrem Elektrobetrieb oder unserer Schwesterfirma elektrofabrik. Bevor Sie etwas demontieren: Schicken Sie uns Fotos, die Sie gefahrlos machen können. Gerätezertifikate liegen erfahrungsgemäß im Schaltschrankdeckel, in der Bauakte oder beim Elektrobetrieb, der die Anlage aufgebaut hat. Den Verteiler selbst öffnet bitte nur eine Elektrofachkraft.
Zu älteren ETS-Versionen sind Schwachstellen veröffentlicht worden. Wir arbeiten damit nicht: Das ist eine Sicherheitslücke und kein Dienstleistungsweg. Sachlich brächte es Ihnen auch nichts, denn ein verlorenes Projektpasswort ist endgültig verloren — es gibt keine Master-Keys und keine Stelle, die es wiederherstellt. Der belastbare Weg führt nicht über die alte Datei, sondern über die Anlage selbst: Wir lesen die Geräte aus und bauen daraus ein neues, vollständiges Projekt, dessen Passwort Sie kennen. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass Sie Eigentümer oder berechtigter Betreiber der Anlage sind. Das klären wir vor der Beauftragung, und zwar in beide Richtungen: zu Ihrem Schutz und zu unserem.
Das ist die Absicherung aus der Zeit vor KNX Secure; sie begegnet uns vor allem in älteren Anlagen, und oft wurde derselbe Schlüssel projektweit für alle Geräte vergeben. Er schützt in erster Linie das Programmieren, nicht zwingend das Lesen. Je nach Produkt können wir die Geräte also trotzdem auslesen und ein vollständiges Projekt aufbauen, während das Zurückschreiben neuer Parameter gesperrt bleibt. Wie weit das reicht, hängt am konkreten Produkt und lässt sich seriös erst am Gerät sagen. Bleiben Geräte gesperrt, sind die Optionen ein Rücksetzen über den Hersteller, sofern dieser das anbietet, oder der Austausch. Wie viele Geräte davon betroffen sind, zeigt sich erst an der Anlage: Wurde derselbe Schlüssel projektweit vergeben, kann es auch mehr als ein Gerät treffen. Wir sagen Ihnen das Ergebnis dieser Prüfung, bevor daraus ein Angebot wird.
Für den KNX-Teil lässt sich die fehlende Grundlage meist wiederherstellen: Wir lesen die Anlage aus und erzeugen daraus ein vollständiges, übergabefähiges ETS-Projekt, das Sie bekommen und jedem Wartungsdienstleister zur Verfügung stellen können. Damit ist die Frage geklärt, an der sonst alles hängt — ohne Projekt ist jede Prüfung, jede Änderung und jede Dokumentation am Bus aufwendig und in Teilen nicht belastbar nachweisbar. Zwei Grenzen vorweg: Ist die Anlage mit KNX Secure aufgebaut und der Keyring fehlt, lässt sie sich nicht auslesen. Und die ursprünglichen Bezeichnungen von Räumen, Geräten und Gruppenadressen sind in der Anlage nicht gespeichert; sie kommen nicht zurück, sondern werden im Abgleich mit Ihrem Betriebspersonal neu vergeben — mit dem Ergebnis, dass danach ein sauberes, vollständiges Projekt vorliegt. Zur Haftung: Das ist eine Vertrags- und Rechtsfrage und gehört zu Ihrem Anwalt, nicht in eine FAQ. Als Faustregel gilt, dass sich die Durchführung von Aufgaben übertragen lässt, die Betreiberverantwortung damit aber nicht vollständig verschwindet. Und zur Rollenverteilung: smartfabrik ist herstellerunabhängiger Planer, wir nehmen auf, planen und dokumentieren; Arbeiten an der Elektroinstallation führt unsere Schwesterfirma elektrofabrik oder Ihr Fachbetrieb aus.
Ob eine Behörde oder ein Sachverständiger daraus so weit gehen kann, ist eine Frage des Einzelfalls und rechtlich zu beurteilen — nach unserer Erfahrung ist die fehlende ETS-Datei allein selten der Auslöser. Kritisch wird es dort, wo eine Funktion nachweispflichtig ist und niemand mehr belegen kann, wie sie parametriert wurde. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist genau dieser Nachweis wiederherstellbar, ohne Rückbau und ohne die Anlage zu ersetzen. Wir nehmen den Bestand auf, lesen die auslesbaren Geräte aus und liefern ein Projekt, das den tatsächlichen Zustand abbildet und prüfbar macht. Eine Grenze klären wir vorab: Ist die Anlage mit KNX Secure aufgebaut und der Keyring nicht mehr auffindbar, lässt sie sich nicht auslesen — der auf dem Gerät aufgedruckte FDSK hilft dann nicht, weil er bei der Erstinbetriebnahme durch den Tool Key ersetzt wird. In diesem Fall führt der Weg über Master Reset und Neuinbetriebnahme der betroffenen Geräte, mit entsprechender Ausfallzeit; was dabei je Gerät nötig ist, prüfen wir vorher. Das gehört dann so ins Angebot und nicht ins Kleingedruckte.
Das praktische Risiko ist gut beschreibbar und damit auch bezifferbar: Ohne Projektdatei wird jede Kleinigkeit zum Projekt — Mieterausbau, Nutzungsänderung, selbst der Tausch eines defekten Aktors, weil zuerst rekonstruiert werden muss, was das Gerät überhaupt tun soll. Dazu kommt die Abhängigkeit von genau dem Dienstleister, der die Anlage noch kennt. Für die Due Diligence lässt sich der Posten sauber ansetzen: Der Aufwand hängt vor allem an der Gerätezahl. Als Orientierungsanker liegt ein Einfamilienhaus mit rund 150 m² und Schalt- und Dimmaktoren bei etwa einer Woche und rund 5.000 Euro netto. Das ist ausdrücklich ein Anker zur Orientierung, kein Festpreis — und er lässt sich nicht auf ein Gewerbeobjekt hochrechnen: Mit Logikmodulen dauert es länger, gewerbliche Anlagen können deutlich länger dauern. Eine erste Indikation und das Telefonat dazu kosten nichts; belastbar wird die Zahl, sobald wir Verteilerfotos oder eine Geräteliste gesehen haben. In die Bewertung gehört außerdem ein Prüfpunkt: Ist die Anlage mit KNX Secure aufgebaut und der Keyring nicht auffindbar, ist Auslesen nicht möglich — dann kalkuliert man Neuinbetriebnahme statt Rekonstruktion, und das ist eine andere Größenordnung.
In den meisten Fällen bleibt der Bestand nutzbar, auch bei sehr alten Anlagen: Auf Bus-Ebene arbeiten KNX-Geräte verschiedener Generationen zusammen, und Aktorik, Leitung und Verteileraufbau sind selten das Problem. Die Grenze liegt nicht am Bus, sondern an den Werkzeugen — die Rekonstruktion braucht zu jedem Gerät exakt dieselbe Applikationsversion. Genau das beantwortet die Bestandsaufnahme konkret statt pauschal: Welche Geräte hängen am Bus, in welcher Applikationsversion, und ist diese Version noch beschaffbar. Ehrlich benannte Ausnahmen: Geräte, die ein Hersteller-Plug-in benötigen, batteriebetriebene KNX-RF-Komponenten, Geräte mit gesetztem BCU-Key — der schützt vor allem das Programmieren und wirkt je nach Produkt unterschiedlich — und Geräte, deren exakte Applikationsversion nicht mehr auffindbar ist. Die machen Aufwand oder fallen heraus. Gira dokumentiert zum Beispiel selbst, dass ältere Tastsensor 2 und 3 plus sowie der Tastsensor mit Controller nach dem Auslesen Änderungen nicht dauerhaft übernehmen; solche Geräte behandeln wir von vornherein als eigene Position — ob Neuprogrammierung oder Tausch, entscheidet der Befund. Was Sie am Ende bekommen, ist eine nachvollziehbare Liste mit Befund und Aufwand je Position, nicht das Urteil „Totalschaden". Den Tausch selbst führt elektrofabrik oder Ihr Elektrobetrieb aus.
In aller Regel ja: KNX ist ein offener Standard, und die Aufschaltung auf eine neue Managementebene läuft über Gateways. Häufig bleibt die Feldebene dabei unangetastet — aber nicht immer: Datenpunkte, die heute nur lokal im Gerät parametriert sind, müssen erst angelegt und in die Geräte geladen werden. Die eigentliche Voraussetzung ist, dass jemand weiß, welche Datenpunkte die Anlage überhaupt anbietet, und genau das steht ohne Projektdatei nirgends. Nach dem Auslesen liegen die tatsächlich programmierten Gruppenadressen und Verknüpfungen der auslesbaren Geräte vor; daraus entsteht die Datenpunktliste als Grundlage für Gateway-Konfiguration und Aufschaltung. Die Grenze ist die Benennung: Welche Gruppenadresse zu welchem Raum und welcher Funktion gehört, entsteht im Abgleich vor Ort und braucht Zugang zu den Flächen und ein bis zwei Ansprechpartner aus dem Betrieb. Wir haben das in dutzenden großen und komplexen KNX-Projekten gemacht, auch mit DALI und auch im Gewerbe; namentlich nennen dürfen wir zum Beispiel Fiege (Wetterstation) und die Gesamtschule Düsseldorf, Sporthalle Bismarckstraße.
Technisch ist das herstellbar und vertraglich regelbar — das Ergebnis unserer Arbeit ist ein vollständiges ETS-Projekt, das an Sie übergeben wird, mit Projektpasswort und, sofern vorhanden, Keyring. Damit kann jeder KNX-Fachbetrieb mit ETS-Lizenz und den passenden Applikationsdateien weiterarbeiten; an uns sind Sie nicht gebunden. Dass die Daten bei Ihnen liegen und dort bleiben, halten wir ausdrücklich im Vertrag fest — Rechte an Planungs- und Projektdaten sind nicht in jedem Punkt eindeutig, deshalb regeln wir es, statt uns darauf zu berufen. Für künftige Vergaben empfehlen wir, die Übergabe des lesbaren Projekts samt Passwörtern, Keyring und den verwendeten Applikationsdateien zur Vertragsleistung und zur Voraussetzung der Abnahme zu machen — das kostet in der Ausschreibung praktisch nichts und erspart genau diese Situation. Ein Hinweis zur Einordnung: smartfabrik ist herstellerunabhängiger Planer und kein Elektrobetrieb, die Ausführung läuft über die Schwesterfirma elektrofabrik.
Das ist eine Rechtsfrage, und beantworten kann sie belastbar nur Ihr Anwalt — wir liefern Ihnen aber das, worauf sich eine solche Position stützt. Zur Einordnung: Ob Bestandsunterlagen geschuldet sind, hängt am Vertrag. Sind sie vereinbart und fehlen sie, kann darin ein Mangel liegen. Das Brandenburgische OLG hat in einem solchen Fall — Urteil vom 04.07.2012, 13 U 63/08, es ging um fehlende Prüf- und Revisionsunterlagen einer haustechnischen Anlage — einen Zurückbehalt in Höhe des Doppelten der Kosten für die Nachholung zugesprochen. Das war eine Einzelfallentscheidung zu vertraglich vereinbarten Unterlagen und lässt sich nicht ungeprüft auf Ihren Vertrag oder auf eine ETS-Projektdatei übertragen. Unser Beitrag ist die technische Feststellung: Was fehlt tatsächlich, was ist noch vorhanden, und was kostet die Nachbeschaffung. Diese Bezifferung ist in Verhandlungen meist wirksamer als der Streit über den Begriff „Dokumentation". Erste Indikation und telefonische Beratung kosten nichts.
Der erste Teil lässt sich in kurzer Zeit prüfen, auch für eine Übergabe, die noch läuft: Eine ETS-Datei, die sich ohne Passwortabfrage öffnen lässt und deren Geräte sich in der ETS ohne fehlende Applikationen laden lassen, ist ein belastbarer Nachweis. Eine Datei, die noch nie jemand geöffnet hat, ist keiner — deshalb sollte der Test einmal wirklich gemacht werden, bevor abgenommen wird. Wichtig zu wissen: Ein verlorenes Projektpasswort ist endgültig verloren, es gibt keine Master-Keys und keinen Weg über den Hersteller. Der offizielle KNX Project Recovery Service repariert beschädigte .knxproj-Dateien; er stellt keine Passwörter her und rekonstruiert nicht aus der Anlage. Ist das Passwort weg, die Anlage aber nicht mit KNX Secure geschützt, bleibt der Weg über das Auslesen der Anlage. Zur Zehn-Jahres-Frage, ehrlich: Lauffähigkeit über zehn Jahre kann Ihnen niemand garantieren — weder für ETS-Versionen noch für Hersteller-Plug-ins. Was hilft, ist vollständig zu archivieren: Projektdatei, die verwendeten Applikationsversionen, die eingesetzte ETS-Version und den Keyring. Genau die sind bei Altanlagen später das Nadelöhr.
Bestandsaufnahme, ehrliche Einschätzung, klarer Aufwandsrahmen — bevor Sie über Erneuerung nachdenken.
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